06.05.2015 – Schwarmzeit

Mit dem Beginn der Kirschblühte Mitte April ist der Tisch für die Bienen reichlich gedeckt. An die Kirschblüte schließt sich die Apfel- und Raspsblüte an. Meine Bienenvölker sind in der zwischen Zeit sehr gewachsen, allen Zargen der Beute sind jetzt prall mit Bienen gefüllt. Bei schönem Wetter ist der Bienenstand von erfüllt von Summen und geschäftigen Treiben vor den Fluglöchern. Die Luft riecht süßlich, würzig nach Honig, Wachs und Propolis.

Die Völker vermehren sich im Mai besonders schnell. Die Königin legt jetzt bis zu 2000 Eier täglich, so dass die Anzahl an Bienen explosionsartig anwächst. Für die Bienenvölker steht jetzt die Zeit ihre Vermehrung an. Das Bienenvolk zieht eine neue Königin heran. Vor dem Schlüpfen der neuen Königin fliegt die alte Königin mit einem Teil des Volkes aus. Es entsteht ein Schwarm aus tausenden von Bienen. Der Schwarm setzt sich meist in einem Umkreis von einem Kilometer in einem Baum fest. Die Bienen drängen sich dicht um ihre Königin und bilden eine Schwarmtraube. Jetzt sendet der Schwarm “Spür-Bienen” mit der Aufgabe einen neue Nisthöhle für das Volk zu suchen aus. Wird der Schwarm zu diesem Zeitpunkt nicht von einem erfahrenen Imker eingefangen so stehen die Chancen für sein weiteres Überleben schlecht. In unserer verbauten Kulturlandschaft finden sich kaum geeignete Höhlen und Nischen in die der Schwarm einziehen kann.

Obwohl Schwärme auf den ersten Blick bedrohlich aussehen sind die Bienen äußerst friedfertig, denn schutzlos und ohne Nisthöhle und Nahrung für den Winter gibt es nicht was zu verteildigen wäre. Schwärme sind völlig ungefährlich und sollten von einem Imker oder von der Feuerwehr eingefangen werden.

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