Das Bienenjahr neigt sich dem Ende zu.

Seit dem letzten Betrag Ende Juni ist einige Zeit vergangen. Die letzten drei Monate waren sehr arbeitsreich.

Das Ende des Bienenjahrs wird bereits Ende Juli mit der Ernte des Sommerhonigs eingeleitet. Am 25. Juli wurde der Honig geerntet und geschleudert. Die Farbe des Sommerhonigs ist in der Regel dunkler als im Frühjahr. Ebenso ist er im Geschmack aromatischer und kräftiger. Ursache hierfür ist ein anderes Spektrum an Trachtpflanzen. Typische Vertreter der Sommertracht sind beispielweise Linde oder Kastanien, aber ebenso Honigtau, der aus den Ausscheidungen von Rindenläusen von den Bienen gewonnen wird.

Im Anschluss an die Honigernte tausche ich ebenfalls alte Waben aus. Nach zwei Jahren im Volk sind diesen durch die Brut braun bis schwarz gefärbt. In diesen Waben können sich Krankheitserreger einnisten und so die Gesundheit des Volks gefährden. Die entnommenen Waben werden mit aus der vorhergehenden Honigernte ausgeschleuderten frischen Waben ersetzt. Die alten Waben werden eingeschmolzen, das gewonnen Wachs wird gereinigt und ist Grundlage für neue Mittelwände.

Unmittelbar an die Honigernte schließt sich die erste Varroa Sommerbehandlung an. Die Varroa-Milbe ist Überträger vieler Krankheiten, welche das Bienenvolk nachhaltig schädigen und zum Sterben eines ganzen Volks führen können. Ziele der Behandlung ist die Anzahl der Milben im Volk zu dezimieren, um so gesunde Winterbienen für die Überwinterung des Volkes zu erhalten. Für die Varroa-Behandlung verwende ich 60 % Ameisensäure die über einen Zeitraum von 10 – 14 Tagen in einem Verdunster verdampft. Je nach Befall wird Ende August / Anfang September eine zweite Varroa-Behandlung mit Ameisensäure durchgeführt. Nach jeder Behandlung sollte eine Erfolgskontrolle durchgeführt werden. Ich ermittle den Milbenbefall indirekt durch das auszählen toter Milben auf der Bodeneinlage der Beute. In diesem Jahr ist der Befall sehr niedrig, bei vier Völkern liegt er zwischen 0 – 1 Milbe pro Tag. Nur bei einem Volk erhalte ich einen Wert von 6 toten Milben pro Tag. Bei diesem Volk muss eine Nachbehandlung an einem schönen Herbsttag durchgeführt werden.

In der Natur ist der von den Bienen im Frühjahr und Sommer gesammelte Honig die Nahrungsgrundlage für den Winter. Um den Bienen die Überwinterung zu sichern, muss der im Juli entnommene Honig im August ersetzt werden. Als Winterfutter verwende ich ApiInvert von Südzucker. Das Futter ist flüssig und wird auf Basis von Rübenzucker hergestellt und besteht aus Glucose und Fructose. In seiner Zusammensetzung kommt es dem “echten” Honig sehr nahe und kann von den Bienen direkt in Waben ungetragen werden. Bei gewöhnlicher Zuckerlösung (Mischungsverhältnis: 3 kg Zucker auf 2 kg Wasser) müssen die Bienen, die Saccharose des Zuckers zuerst in Glucose und Fructose aufspalten, die Aufnahme das Futter benötigt daher einen längeren Zeitraum. Bis Ende des September werden an jedes Volk ca. 14 – 20 kg Zuckerlösung verfüttert. Für die Überwinterung sollten jedem Volk Anfang Oktober ca. 18 – 22 kg Futter zur Verfügung stehen.

Die Arbeit an den Bienen endet mit dem 30. September, bis dahin sollen alle Arbeiten für die Überwinterung abgeschlossen sein.

Varroabehandlung: Nassenheider Verdunster die Verdunstung von Ameisensäure.

Varroabehandlung: Nassenheider Verdunster für die Verdunstung von Ameisensäure.

Futtereimer mit Korken als Schwimmhilfe, damit die Bienen im flüssigen Futter nicht ertrinken.

Futtereimer mit Korken als Schwimmhilfe, damit die Bienen im flüssigen Futter nicht ertrinken.

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